Schulterherein oder Schulteraufwärts?

Ist die Übung schlechthin und wird oft auch als „Aspirin“ oder „Mutter der Seitengänge“ genannt, denn sie ist ein Eckpfeiler, um das Pferd gerade zu richten.

Erstmals hat es François Robichon de la Guérinière, ein französischer Reitmeister (1688-1751) erwähnt, so wie es in der heutigen Form zu sehen ist. Über dieses Thema gibt es bereits sehr viel Lernmaterial in Bild-, Buch- und Filmform, sodass wir keinen Mangel an Wissen leiden müssen.

Ich lese zurzeit das neue Buch aus der Serie der Akademischen Reitkunst nach Bent Branderup; Akademische Bodenarbeit nach Bent Branderup und Celina Skogan, veröffentlicht im Müller Rüschlikon 2021.

Dort lese ich folgende Sichtweise des Schulterherein:

„Die Herausforderung im Schulterherein ist nicht das Seitwärtstreten des inneren Hinterfußes, sondern das Heben der äußeren Schulter. Darum würde Bent am liebten das Schulterherein in ‚Schulteraufwärts‘ umbenennen. Damit verbunden ist die Kunst, das genau richtige Maß an Seitwärts und Abstellung für diesen Körper in dieser Form und in diesem Moment zu finden.“  

Ich persönlich mag den Gedanken Schulteraufwärts, denn es verdeutlicht noch einmal die wahre Essenz der Übung und ergänzt mein mentales Bild während ich die Übung ausführe. 

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